Mittwoch, 21. Januar 2015

Nordinsel - Von Mittelerde bis Süden

Frühmorgens gings los zum Tongariro Nationalpark. Mit unserem Bobby parkten wir beim Endpunkt der Wanderung und wurden vom Shuttelbus zum Start gefahren. Dann ging der Walk nach Mordor los. Der Aufstieg zum Berg war streng und brauchte für mich einiges an Überwindung. Die eigendliche Herausforderung war nicht die Länge, sondern der steile und geröllige Aufstieg wo ich doch sehr mit meiner Höhenangst zu kämpfen hatte. Doch wir wurden mit atemberaubendem Ausblick belohnt. Die Wanderung zwischen den Vulkanen war gewaltig und trotz das uns die letzten 3km ewig vorkamen, schafften wir in 7,5 Stunden inklusive Mittagspause die 19,4km.

Am Tag darauf gingen wir nach kurzem Waschen im Fluss los Richtung Gisborn. Zuerst hielten wir in Taupo zum einkaufen und um im coolsten McDonalds der Welt, welches ein Flugzezg darstellte etwas zu essen. Auf dem Weg zu dem Freecamp am Meer bei Opoutama fuhren wir durch wunderschöne Landschaften und stoppten bei einem Wasserfall.

In Gisborn erhielt Céline nach 3 Wochen die erlösende Nachricht. Ihr Surfbrett und die Kleidung ist gefunden! Am Flughafen in Birmingham.

Morgens Früh bestaunten wir den erster Sonnenaufgang des Tages auf der Welt.
Nach kurzem weiterschlafen und Frühstücken gings Richtung Napier bei Clive auf einen wunderschönen Freedom Camping am Meer. Auf dem Weg dorthin genossen wir die warmen Quellen von Morere und gönnten uns danach eine ausgedehnte Dusche.

In Napier am nächsten Tag besuchte ich eine Arbeitskollegin von der ABB welche ich bisher nur von Telefon und Emails her kannte. Sie zeigte mir das Werk.
Nachmittags gingen Céline, Lea und ich etwas in dem härzigen Städtchen Shoppen und Kaffee trinken. Abends gingen wir zusammen mit Sophie beim Hafen eins trinken. Nach Dumping Station, Wasser und Vorräte auffüllen schauten wir uns beim Bluff Hill noch den Hafen von Oben an. Nachts schliefen wir bei einem Leuchtturm am Port von Napier.

Martinborough ist ein härziges Städtchen wo es viel Wein zu probieren gäbe. Leider müssen wir fahren. Wir fuhren an einen Freedom Campsite in einem Wald an einem Fluss wo ich erstmal schwimmen ging. Ich genoss den Sternenhimmel wie fast jede Nacht und sehe Sternschnuppen welche hier in der Südlichen Hemisphere öfter vorkommt als im Norden. Morgens wenn ich aufwache und an einen Strand, am Meer oder in den Wald sehe und dort dann gemütlich Frühstücke denke ich nur, ich liebe mein Leben.

Am nächsten Tag fuhren wir nach Wellington wo wir auf dem Parkplatz vom xBase Hostel campieren und die toiletten und Duschen nutzen können. Wir spazierten etwas am Hafen und genossen einen Cocktail. Zum Nachtessen gingen wir in ein afrikanisches Restaurant wo sich der Chef unserer gleich annahm und wir fein assen und ein paar Bierchen genossen.

Den Tag darauf in Wellington spazierten wir auf den Mount Victoria hoch, wo wir einen wunderschönen Ausblick auf die Stadt hatten. Am Hafen Besichtigten wir das DePapa Museum welches mit den verschiedenen Themenberreichen über die Geschichte, Kultur und Umwelt von Neuseeland sehr spannend war.

Zu dritt leihten wir uns so ein Krokodilvelo aus und machten den Oriental Bay unsicher machten. Célin und Lea sprangen danach von einem Springturm am Hafen. Zum Abschluss unseres letzen Tages auf der Nordinsel, liessen wir es und in einem echt feinen malaysischem Restaurant schmecken.

Samstag, 17. Januar 2015

Auckland und Nordwärts

Die Reise nach Auckland hat um 4.30 Uhr in der Früh damit angefangen, dass Lea in den Sinn kam, dass ihr Pass noch an der Rezeption war. Beim einchecken hatte Céline "etwas" Übergepäck welches ich dann auf mich nahm da ich noch genügend Freigepäck zur Verfügung hatte. Auf dem Flughafen in Sydney wurde zuerst ich herausgenommen, da ich noch Shampoo im Handgepäck und danach Céline die noch ein Schärchen dabei hatte. In Auckland kamen wir ohne weiteren Zwischenfaelle an. Ausser das Céline noch von einem Drogenspührhund herausgesucht wurde. Unser Gepäck vom Gepäckband geholt, warteten wir auf Célines Surfboard, mit ihren Kleidern und all unseren Schlafsäcken drin. Leider kam dies nicht an und ging irgendwo verloren. Im schönen YHA Hostel angekommen bemerkte ich, dass ich mein Handy mir der schweizer Nummer im Hostel in Sydney vergessen hatte. Abends assen wir Italienisch und ich ging noch den dritten Teil Hobbit im Kino schauen.

Am Tag darauf schliefen wir etwas aus. Nach einem leckeren Frühstück gings auf zum Skytower in Auckland. Ohne gross anzustehen bestaunten wir die Aussicht von dem Gebäude und tranken danach ein kleines Apéro. Und schon gings am nächsten Tag los. Wir holten unseren schönen Camper ab und fuhren nach einem Grosseinkauf nochmals zum Flughafen um nach Célines Gepäck nachzuhacken. Leider war dieser immernoch wie vom Erdboden verschluckt und sie bekam etwas Geld von der Emirates um Kleider einkaufen zu gehen. Wie geht ein Surfboard verloren? Das fragen wir uns immernoch.

Wir fuhren in den Norden und Übernachteten mit schönem Sonnenuntergang in der nähe von Helensville. Dann ging es auf zum 90 Miles Beach bei welchem wir einige Fotos machten. Bei der Fahrt weiter in den Norden zum Cape Reinga merkten wir, dass das fahren hier ganz anders als in Australien ist. Die Distanzen sind zwar wesentlich kleiner, jedoch viel ansträngender zum fahren. Den Teil den wir bisher von Neuseeland sahen erinnert mich doch sehr stark an die Schweiz mit einem leicht tropischen Tauche. Zwischendurch sieht es dann plötzlich aus wie in Hawaii. Also zumindest so wie ich es mir vorstelle. Beim Cape Reinga bestaunten wir die Aussicht. Hier treffen zwei Ozeane aufeinander.

Auf gings wieder nach Auckland um dort im Peter Pans Reisebuere einige Aktivitäten zu buchen und mir zwei neue Tattoos und Céline 3 Pircings zu machen. Wiedermal machten wir einen Zwischenstopp am Flughafen wo Célines Surfboard immernoch unauffindbar ist. Ich konnte meinem Pass für das Myanmarvisum in die Schweiz senden.

Am anderen Ende der Welt

Gedanken an Australien

Hier möchte ich einfach ein paar Gedanken teilen, die ich während meiner Reise durch das wunderschöne Land Australien hatte.

Nie und nimmer dachte ich, dass es mich je nach Down Under verschlagen würde. Alle wollten dahin. Wieso sollte ich also etwas tun was alle anderen auch wollen und ich immer sagte, nein niemals Australien!?
Ganz einfach. Es hat sich mir diese Chance auf einem Silbertablet serviert und ich habe zugegriffen.

Eine ganz generelle Info. Beim Reisen wird man einfach erfinderisch und fängt an logischer und praktischer zu denken. Dinge die passieren nimmt man meist so hin. Man kann ja eh nichts machen also machen wir das beste daraus.

Früher dachte ich, wenn ich an Australien dachte, da will alles mich umbringen. Alles was kreucht, fleucht und läuft. Es ist heiss und hat nur Wüste oder einfach Leute die sich betrinken und feiern.

Heute denke ich ein bisschen noch das selbe. Vorallem das mit den Tierchen. Allerdings bedäuted für mich Australien nun auch pure Freiheit, freundliche Leute und ungezwungene Weiten. Ich genoss das Leben einfach und lebte in den Tag hinein.

In den zwei Monaten habe ich einfach viel Bewusster gelebt und eigentlich Selbstverständliches wie eine tägliche Dusche, sauberes Wasser, ein Bett und Privatsphäre viel mehr schätzen gelernt.

Manchmal war ich von der Art wie die Australier mit den Tieren und der Natur umgehen doch etwas erschrocken. Die Distanzen hier sind ganz anders. Mit der Zeit fing ich auch an zu denken, dass sind nur noch schnell 3 Stunden zu fahren.

Ich rieche noch jede Tag den Geschmack von Eukalyptus, sehe die bunten Voegel und die wunderschöne Natur und Planzenwelt. Mir fallen auch die offenen und herzlichen Australier ein welche das Leben geniessen und einfach so hinnehmen wie es eben ist.
Mir fallen aber auch die Hitze, die nervigen Fliegen oder die gefährlichen Tiere ein. Oder auch, wie man einfach dieser Natur ausgesetzt und einfach klein in der Welt ist.

Was ich hier am meisten Geschätzt habe sind die herzlichen lieben Leute die einfach auf einen Zugehen und unverbunden mit einem Reden.
 
Nun bin ich rund 18'000km in Australien rumgefahren.
Das ganze Land ist fantastisch und erlebnissreich. Aber am besten hat mir der Süden von Melbourne nach Adelaide gefallen.
Ich vermisse Australien schon jetzt und freue mich schon auf das nächste Mal in diesem wunderschönen Land zu Reisen.

Indian Pacific und Sydney

Nach dem kurzen einchecken mit all unserem Gepäck, stiegen wir auch schon in den Indian Pacific ein. Während den nächsten Tagen hatten wir nur Zugriff zu unserem Handgepäck. Unsere Zugfahrt von Perth nach Sydney in denen wir 4352 km zurücklegten dauerte 4 Tage und 3 Nächte. Wir waren ganz von der Einrichtung im Sitzabteil mit der Dusche wie auch dem vielen Platz pro Person sehr überrascht.
Um Mitternacht legten wir unseren ersten Zwischenstopp in Kalgoorli ein. Leider hatte alles geschlossen. Dafür konnten wir uns ein wenig die Beine vertreten. Jeden Tag gab es ein bis zwei Stopps wo wir etwas herumlaufen konnten. Leider gab es keine Gelegenheit, uns Essen einzukaufen. Wir assen im Speisewagen, was Preislich OK war. Das Zugpersonal war die ganze Zeit sehr freundlich und hilfsbereit.
Bei dem Zwischenstopp in Adelaide konnten wir dann doch etwas zu essen kaufen und in dieser schönen Stadt Frühstücken gehen. Die letzte Nacht war die Zugfahrt dann doch sehr wackelig.
 
Die Tage im Zug gingen unglaublich schnell vorbei und kaum realisiert waren wir schon in Sydney. Im Hostel angekommen trafen wir auf Lea. Als erstes jedoch im Hostel traf uns fast der Schlag. Die Duschen waren einfach nur Schrecklich. Das Outback hingegen war purer Luxus. Das einzig gute an dem Hostel war die Aussicht direkt auf das Meer. Nun war unsere Gruppe fuer die Reise in Neuseeland komplett. An Silvester trafen wir auf zwei Kollegen von Lea. Adrian welchen ich auch schon seit klein auf kannte und Erik. Zusammen starteten wir ins neue Jahr. Nach Suche und Diskussionen und vielem Laufen fanden wir unseren Platz auf der anderen Seite neben der Harbor Bridge wo wir direkten Blick auf das Opernhaus hatten. Das erste Feuerwerk begann schon um 9 Uhr und war fuer die Kinder. Doch schon dies war wunderschön. Pünktlich um 12 Uhr Nachts ging das eindrucksvolle Feuerwerk los. Als wir die Schlange sahen, welche über die Harbor Bridge in die Stadt, über die wir auch mussten anstanden, gönnte Lea sich einen Hot Dog. Doch schon bald war keine Schlange mehr in Sicht und wir liefen rund 2 Stunden zur Busstation.

Von Sydney fühlte ich mich vom ersten Augenblick an erdrückt. Kein Wunder nach rund 5 Wochen im Outback. Am ersten Tag des Jahres trafen wir am Bondi Beach auf Alice, welche wir bei der Tour Alice Springs nach Darwin kennenlehrnten. Nach einem Smoothie liefen wir vom Bondi Beach zurueck zu unserem Hostel am Coogee Beach.

Am Tag darauf erkundeten Lea und ich etwas die Stadt. Wir versuchten auf den Skytower zu kommen. Die Tickets schon im Hop On - Hop Off Bus gekauft und voller freude auf ein schönes Apero in der Höhe gingen wir zum Tower. Dort angekommen erfuhren wir, dass die Lifte ausstiegen und wir nicht hoch können. Wir entschieden uns es später nochmals zu versuchen, was schlussendloch immer noch nicht klappte und erkundeten weiter die Stadt. Am Darling Harbour trafen wir auf meine Kollegin Fanny, welche schon seit ein paar Jahren in Sydney Fuss gefasst hat. Darling Harbour war das einzige was mir persönlich wirklich an Sydney gefallen hat. Abends trafen wir Celine und gingen Chinesisch essen. Später traf noch Mat, der Ire von der Tour von Adelaide nach Alice Springs auf ein Bier.

Am nächsten Tag startete unsere Reise nach Neuseeland.