Sonntag, 19. April 2015

Nach 158 Tagen Weltreise

Das schönste an meiner ganzen Reise waren die Leute die ich getroffen habe, die unglaublichen Orte an denen ich Morgens verwachte und den traumhaften Sternenhimmel unter dem ich schlief. Ich liebe die Welt noch viel mehr weil sie mir so viel gegeben hat. Klar gab es nicht immer schöne Momente. Doch die meisten Momente waren unglaublich und werden immer in meinem Herzen bleiben.

Die Reise hat mir neue Energie und einen anderen Blickwinkel aufs Leben gegeben. Wo es mich Zukünftig hinverschlagen wird weiss ich noch nicht. Allerdings habe ich nicht das Gefühl, dass es das letze mal war, dass ich eine grössere Reise machen werde. In welcher Form auch immer die sein wird. Ich lebte meinen Traum und hoffe diesen Traum den ich gelebt habe noch irgendwie hier weiterleben zu können.

Ich danke von ganzem Herzen allen Leuten denen ich Begegnete, mit denen ich zusammen Reisen durfte und vorallem auch denen, die mich von Zuhause aus unterstützt hatten!

Hier noch ein paar Fakten zu meiner Reise:
- 14 Flüge (ohne Skydiven)
- 13 Flughäfen (Zürich, Dubai, Melbourne, Perth, Sydney, Auckland, Christchurch, Kuala Lumpur, Yangon, Singapur, Amsterdam, Lima, Quito)
- 8 Länder (Arabische Emirate, Australien, Neuseeland, Malaysia, Myanmar, Singapur, Peru, Ecuador)
- 3 Kontinente (Asien, Australien, Südamerika)
- Australien 23'637 km ohne Flüge. Davon 7'857 km selbst gefahren.
- Neuseeland 7'146 km ohne Flüge
- Peru / Ecuador 2'697 km ohne Flüge

158 Tage, 22,6 Wochen 5,2 Monate (ohne den Aufenthalt in der Schweiz)

Mittwoch, 15. April 2015

Ecuador - Amazonas

In Baños fuhr mein Bus nach Lago Agrio, in den Dschungel um 7 Uhr Abends. Ich lief noch ein wenig durchs Städtchen und liess es mir bei einer Ganzkörpermassage und Maniküre gut gehen.
Abends im Bus von Baños nach Ambato wo ich Umsteigen musste traf ich auf eine Österreicherin welche den selben Weg wie ich vor sich hatte. In Ambato ging das Umsteigen ohne Probleme und schon bald sassen wir im Nachtbus nach Lago Agrio. Weil sie die Toilletten im Bus nicht aufmachen wollten, hielten wir oft an jensten Orten für einen WC Stopp an. Am Zielpunkt angelangt nahmen wir uns ein Taxi um 6 Uhr in der Früh zum Hotel Mario, welcher der Treffpunkt für die Tour war. Um 9 Uhr wurde ich mit einigen anderen auch von anderen Lodges abgeholt. Es folgte eine zweistündige rassante Busfahrt. Am Fluss und Eingang des Cuyabeno National Park wurden wir nach den Lodges in motorisierte Kanus aufgeteilt. Auch unser Gepäck wurde auf ein separates Kanu verstaut und schon ging es los. 

Wir fuhren etwas mehr als zwei Stunden durch den Amazonas und sahen bereits einige Vögel und 2 Affenarten. Die eine waren die Totenkopfaffen. Die andere Art konnte ich mir den Namen nicht merken. Der Fluss hatte zu Beginn eine rechte Strömung drauf. Aber es war echt spannend mal mitten im Dschungel zu sein und auch wenn mir Anfangs etwas mulmig war, war der Anblick von dem Wald, Fluss und der Natur einfach nur Beeindruckend. Es begann jedoch auch zu Regnen. Aber was erwartet man im Regenwald?
In der Guacamay Ecolodge, welches sich im Primary Forest befindet angekommen gab es als erstes Mittagessen um 2 Uhr. Das Essen war die ganzen 4 Tage überraschend echt gut. Nach dem Essen wurden wir in in unsere Zimmer eingeteilt wo ich mir dieses mit zwei lieben Amerikanerinnen teilte. Nachmittags hatten wir Freizeit und ich wurde von den Mitarbeitern der Lodge dazu überredet, im Fluss schwimmen zu gehen. Ich habs dann auch gemacht. Jedoch war ich nur kurz im Wasser und schwamm nicht zu weit vom Steg weg da mir im Gedanken jeglicher Tiere durch den Kopf gingen welche diese Gewässer hier bewohnten. Davon sahen wir dann auch in den nächsten Tagen einige. Abends vor Sonnenuntergang stieg unsere Gruppe, welches alles Frauen waren in unser Boot. Wir fuhren zur Laguna Grande. Unterwegs sahen wir wieder einige Affen und Vögel. Bei der Laguna Grande angekommen gingen die meisten von uns schwimmen. Das Problem danach war nur, wie komme ich wieder ins Boot rein? Das ging dann auch irgendwie. Der Sonnenuntergang danach war einfach Atemberaubend und wir suchten als es dunkel war nach Kaimanen. Das sind aligatorähnliche Tiere. Leider blieb unsere Suche erfolglos und wir fuhren zum Nachtessen zurück zur Lodge.

Am Tag darauf hatten wir einen neuen Tourguide, Elvis welcher uns die nächsten Tage begleitete. Nach dem Frühstück um 9 Uhr ging es los zu einer 4 stündigen Wanderung durch den tiefen Regenwald. Leider hat es die ganzen vier Stunden durchgeregnet und mein Poncho liess durch. Zum Glück bekamen wir Gummistiefeln da es im Wald doch sehr schlammig war. Wir sahen ein paar Frösche darunter auch den Pfeilgiftfrosch. Elvis erklärte uns, wie wir mit den Pflanzen im Dschungel überleben konnten. Es gab extrem viele Pflanzen welche gut für Medizin verwendbar sind und auch einen Baum aus welchem man Trinkwasser gewinnen kann. Als er dann bei einem Art Teich/Sumpf hielt und uns sagte das sich viele Tiere hier drin befinden und wir jetzt da durchlaufen dachte ich zuerst er mache einen Witz. Jedoch lief er dann wirklich durch und wir ihm nach. Es war Sumpfig und das Wasser kam uns bis zu den Knien. Dadurch zu waten war echt Anstrengend da wir teilweise stecken blieben. Zwei von uns vielen dann noch um. Zum Glück habe ich das ganze heil überstanden. Nach dem Lunch hatten wir wieder Freizeit wo ich mich in eine Hängematte lümmelte und versuchte zu trocknen. Zum Glück gab mir am Tag vorher noch eine einen Tipp, die ganze Zeit mein Bikini zu tragen. Ob vom Regen oder vom Baden, man war immer nass und das Zeug trocknete von der Feuchtigkeit auch nicht wirklich. Abends gingen wir wieder zu der Lagune um den wunderschönen Sonnenuntergang zu geniessen. Danach gingen wir wieder in den Dschungel um eine Stunde Nachts darin herum zu laufen. Wir sahen einige riesige Spinnen. Es war echt ein Erlebniss Nachts im Regenwald zu sein. Bei der Lodge angekommen sahen wir noch eine riesige Tarantel. Ich versuchte Nachts beim schlafen nicht zu fest daran zu denken was hier alles herumkriecht. Mit meinem Mückennetz über dem Bett fühlte ich mich doch einigermassen Sicher.

An unserem dritten Tag nach der Vogelbeobachtung besuchten wir zwei Tribes im Secondary Forest. Während wir durch den Cuyabeno Fluss fuhren sahen wir sogar die seltenen Flussdelfine und weitere Affen. Der erste Tribe war die Siona indigenous community. Dort haben wir zuerst aus dem Manioc Baum die Wurzeln geholt und geschält. Und daraus konnten wir das Manioc Brot machen. Ich hatte Glück und durfte es auch selber machen. Mit Erfolg. Die Wurzeln wurden zuerst verrieben, dannach die Flüssigkeit herausgeprasst und nur das Pulver dieser Wurzel auf einer Art Pfanne gebraten. Nach dem Mittagessen wurden wir für den Shamanen welchen wir gleich besuchen gingen Angemald. Die Malereien bedeuten Schutz. Beim Shamanen bei einem weiteren Tribe angekommen gab er uns viele Informationen über den Shamanissmus und beantwortete uns allerlei Fragen. Danach führte er eine Art Reinigungsritual durch. Es war echt Interessant und Beeindruckend den ganzen Tag so vieles über die Kulturen der Einwohner des Amazonas zu erfahren. Beim Rückweg haben wir 5 kleinere Anacondas gesehen. Abends bei der Flussfahrt sahen wir 2 weitere Anacondas und einen Kaiman. 

An unserem letzten Tag ging es früh los nochmal einige Tiere suchen zu gehen, wobei wir Affen, Vögel und weitere Delfine sahen. Nach dem Frühstück ging es dann auch schon wieder zurück zur Zivilisation. Nach jeweils 2 Stunden Boots- und Busfahrt hielten wir direkt in Lago Agrio, der Stadt welcher sehr nahe an der Grenze Kolumbiens ist an der Busstation an. Ich erhielt auch gleich ein Ticket für den Bus welcher in einer halben Stunde direkt nach Quito fährt. Nach 30 Minuten Fahrt mussten wir zur Kontrolle Aussteigen. Nicht nur wir wurden kontrolliert sondern vorallem der Busfahrer. Nach weiteren 6 Stunden kam ich um 9 Uhr Abens in der Hauptstadt Ecuadors an. Mit dem Taxi fuhr ich direkt zum Colonial House Hostel welches mitten im historischen Stadtzentrum liegt.

So vergiengen die 4 Tage im Amazonas Dschungel sehr schnell und es war ein echtes Erlebniss. Auch wenn ich mir bei einigen Stichen nicht ganz sicher bin ob alles nur Mückenstiche sind. Leider habe ich während der Zeit die meisten Fotos auf meiner Kamera und nicht auf dem Natel gemacht weshalb ich jetzt nicht so viele Bilder Hochladen kann. Bei Interesse könnt ihr euch jedoch gerne melden.

Montag, 13. April 2015

Ecuador - in der Hauptstadt Quito

Bei einem Reichhaltigen und echt leckerem Frühstück im Hostel traf ich auf Tobi, welcher auch gerade in Quito ankam um die Hauptstadt Ecuadors zu erkunden. Somit schlossen wir uns zusammen und gingen auch schon los ind Historische Stadtzemtrum. Beim laufen merkte ich die Höhe von 2800 m.ü.M beim Atmen doch sehr. Somit strich ich meinen Plan den Stadtvulkan auf 4800 Meter zu Besichtigen da mir leider nur 2 Tage hier bleiben. Zu Fuss kamen wir in 5 Minuten in die Altstadt zum Plaza Grande. Dort findet jeden Montag um 11 Uhr vor dem Regierungsgebäude Palacio Gobierno der Wachwechsel statt fand. Gut das wir gleich da waren um das ganze mit zu erleben. Wir sahen auch den Präsidenten von Ecuador Raffael Correa. Die Wachtwechsel war mit der Musik und dem Marsch sehr interessant. Daneben war die schöne Catedral primada de Quito und die 3 Dollar Eintritt haben sich gelohnt. Man konnte ein grosses Museum darin mit Relikien und Bildern wie auch der Bibliothek ansehen gehen. Danach tranken wir in einem Kaffe welches unterhalb der Kirche in einer Mauer eingelassen war Guanabana Saft. Eine Frucht von hier die echt lecker schmeckt. Danach schauten wir ins eine weitere schöne Kirche an.

Am Tag darauf gingen wir gleich zum Palacio Gobierno wo wir die kostenlose Tour durchs Regierungsgebäude machten. Während der Wartezeit tranken wir einen Coca Tee welcher gut bei einer solchen Höhe ist. Er hat auch echt gut getan. Leider darf ich den Tee nicht mit in die Schweiz nehmen. Überraschender weise hat unsere Tourgidein für mich und Tobi extra alles noch ins Englische übersetzt. Die Tour war extrem spannend und das Gebäude von innen schön Anzusehen. Nachmittags liefen wir zur grossen Basilica del Voto Nacional wo wir diese zuerst von innen Besichtigten.
Danach konnten wir die Türme hoch und hatten einen unglaublichen Ausblick auf Quito und die Anden.

Quito ist eine relativ sichere Stadt auch wenn man etwas auf sein Zeug schaue muss. Nachts hätte ich mich alleine nicht unbedingt auf die Strassen getraut was Tags durch an den meisten Orten jedoch kein Problem ist.

Mittwoch, 8. April 2015

Ecuador - in den Anden

In Quayaquill verbrachten wir den Nachmittag damit etwas in der Stadt an der Uferpromenade welche mit den Türmen und einem Botanischen Garten welcher echt schön ist, herumzulaufen. Abends assen wir in der Mall echt gutes Fleisch.

Morgens gings für mich früh los an die Busstation. Markus macht sich in der Zwischenzeit auf zu den Galappagos und so bin ich die nächsten 2 Wochen alleine unterwegs. Nach kurzem suchen war das Ticket für den Bus nach Cuenca gekauft und nach dem Frühstück sass ich rund 4 Stunden im Bus. Mit dem Taxi für 2 Dollar kam ich in meinem Hostel an welches mit dem Garten echt schön ist. Am Empfang wurde mir auch gleich einiges von der Stadt erzählt und was man hier machen kann. Cuenca liegt bei 2550 müM und ist um einiges Kühler als an der Küste. Jedoch gefällt es mir hier sehr. Nachmittags erkundigte ich das Städtchen in den Bergen am Fluss. Ich finde es sehr schön hier und Bereue es ein bisschen morgen früh schon wieder weiter zu gehen.

Morgens fand ich bald einen Bus am Busterminal welcher nach Ambato fährt. Ambato ist eine Hauptverweigungsstelle für die Busse wesshalb ich von dort aus einen weiteren Bus an mein heutiges Zielort Banos nehmen kann. Die 7 Stündige Busfahrt war echt schön mit der Landschaft in den grünen, nebelverhangenen Bergen. Irgendwo an einer grossen Hauptstrasse hielt der Fahrer an und rief, dass wir nun in Ambato sind. Da der Bus weiter nach Quito fährt musste ich ziemlich stressen meinen Rucksack aus dem Bus zu kriegen. Dann stand ich da an einer Hauptstrasse wo viele Busse fahren ohne eine Haltestelle oder Ticketschalter. Nachdem ich die Leute und Busse beobachtete und die Strasse mehrmals überquert hatte hielt ich auch einfach mal einen Bus an und fragte ob der nach Banos ging. Er verneinte sagte aber ich müsse eh auf die andere Strassenseite. Habe ich zumindest so interpretiert. Also hielt ich auf der anderen Seite einen Bus an und hatte Glück. Ich drängelte mich in den Bus und schon bald kam ich in der Actionstadt von Ecuador am Fusse des Vulkanes Tungurahua an. Im Hostel hat man mich lieb über alles mögliche Informiert was man hier alles machen kann. Zuerst aber sammelte ich ein paar Angebote für eine Dschungeltour welche ich morgen buchen gehe.
Ich lief ein wenig in der Stadt herum und ass sehr gut zu Abend.

Am nächsten morgen nach einem leckerem Frühstück ging ich auf den Bus zum Baumhaus Aussichtspunkt. Auf der Fahrt traf ich eine liebe Frau aus Deutschland mit der ich mich sehr gut Unterhalten habe. Die Aussicht vom Baumhaus auf die wunderschöne Landschaft war unglaublich. Leider war es sehr nebelig weshalb man den Vulkan nicht sah. Nachmittags lief ich über die San Francisco Bridge, welche ebenfalls eine schöne Sicht zwischen die Schluchten gab. Danach buchte ich fur meinen 4 tägigen Dschungeltrip wobei mir Henry, der Hostelführer auch das Busticket kaufte und mir alles genau erklärte wie ich zum Treffpunkt komme ohne irgendwelche Probleme zu haben. Abends wurde ich von Henry aus dem Zimmer geklopft da der Vulkan nach einem halben Jahr wiedermal einen Ausbruch hatte. Da ich vorher schon mit ihm über mein Interesse an Vulkane gesprochen habe, nahm er mich mit auf einen Aussichtspunkt in der nähe von wo aus man einen guten Blick auf die Aschewolke hatte welcher der Vulkan ausspuckte. Auch hörte man ihn manchmal rumoren. Leider sahen wir keine Lava da die Wolken sich wieder zu sehr verdichteten. Trotzdem war ich glücklich mal einen aktiven Vulkan aus der nähe gesehen zu haben.

Für den nächsten Tag habe ich mir eine Tour gebucht, welche mich zu den verschiedensten Wasserfällen in der Umgebung führte. Es regnete zu Beginn stark doch waren die Wasserfälle echt schön. Wir fuhren auch  bei einem Stopp mit einer Art Seilbahn zu einem Wasserfall heran. Die fahrt war rasant doch machte Spass. Mein Höhepunkt war der Spaziergang zu einem Wasserfall, bei welchem man vor und hinter dem Wasserfall durch lief. Es war echt Beeindruckend. Nach einem leckeren Abendessen ging ich schon bald schlafen da es für morgen heisst, ab in den Dschungel.

Alleine zu Reisen fühle ich mich bisher sehr sicher. Die Leute sind meist sehr hilfsbereit auch wenn meine Spanischkenntnisse eher Minim sind.
In Guayaquil

In Cuenca

Baños

Vulkanasche